§ 36 JAPO, Wiederholung der Prüfung

§ 36 JAPO
Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen (JAPO)
Landesrecht Bayern

Dritter Teil – Erste Juristische Prüfung → 1. Abschnitt – Erste Juristische Staatsprüfung

Titel: Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen (JAPO)
Normgeber: Bayern
Amtliche Abkürzung: JAPO
Gliederungs-Nr.: 2038-3-3-11-J
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) Prüfungsteilnehmer, die die Erste Juristische Staatsprüfung nicht bestanden haben, können die Prüfung einmal wiederholen, falls sie nicht zwischenzeitlich die Juristische Universitätsprüfung endgültig nicht bestanden haben. Eine weitere Wiederholung ist auch nach einem erneuten Studium nicht möglich.

(2) Die erneute Zulassung ist beim Landesjustizprüfungsamt zu beantragen. § 26 Abs. 1 Satz 3 und 4 gilt entsprechend. Ist die Meldefrist bei Erhalt des Bescheids über das Nichtbestehen der Prüfung bereits verstrichen, ist eine Meldung noch unverzüglich möglich.

(3) § 15 Abs. 2 und 3 gelten entsprechend.

(4) Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission für die mündliche Prüfung muss bei der Wiederholungsprüfung ein anderes sein als im Termin der nicht bestandenen Prüfung.

(5) Wer die Prüfung in einem anderen Land im Geltungsbereich des Deutschen Richtergesetzes einmal nicht bestanden hat, kann zur Wiederholung in Bayern nur zugelassen werden, wenn die Ablegung der Prüfung in dem anderen Land eine unzumutbare Härte bedeuten würde und wenn die Prüfungsbehörde des anderen Landes dem Wechsel des Prüfungsorts zustimmt.

(1) Red. Anm.:
Nach § 11 Absatz 2 der Verordnung zur Änderung der Zulassungs-, Ausbildungs- und Prüfungsordnungen im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz sowie der Verordnung über die Zuständigkeit in richterrechtlichen und beamtenrechtlichen Angelegenheiten in der Justizverwaltung vom 29. Dezember 2009 (GVBl 2010 S. 10) findet § 36 in der Fassung der Änderung durch § 9 Nummer 9 der Verordnung vom 29. Dezember 2009 (a.a.O.) ab dem 1. September 2011 auch auf Bewerber Anwendung, die sich vor diesem Zeitpunkt exmatrikuliert haben; dies gilt auch für Bewerber, die die Erste Juristische Staatsprüfung als Hochschulabschlussprüfung abgelegt haben. Abweichend hiervon besteht die Berechtigung des Landesjustizprüfungsamts, im Fall einer Krankheit als Nachweis ein Zeugnis eines Landgerichtsarztes oder eines Gesundheitsamts zu verlangen, bereits ab 1. April 2009.

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