§ 19 BBankG, Geschäfte mit Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern

§ 19 BBankG
Gesetz über die Deutsche Bundesbank
Bundesrecht

Fünfter Abschnitt – Geschäftskreis

Titel: Gesetz über die Deutsche Bundesbank
Normgeber: Bund
Redaktionelle Abkürzung: BBankG
Gliederungs-Nr.: 7620-1
Normtyp: Gesetz

Die Deutsche Bundesbank darf mit Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern unbeschadet des Kapitels IV der Satzung des Europäischen Systems der Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank (BGBl. 1992 II S. 1251, 1297) folgende Geschäfte betreiben:

  1. 1.

    Darlehen gegen Sicherheiten gewähren sowie am offenen Markt Forderungen, börsengängige Wertpapiere und Edelmetalle endgültig (per Kasse oder Termin) oder im Rahmen von Rückkaufsvereinbarungen kaufen oder verkaufen; bei Pfändern ist die Bank mit Eintritt der Pfandreife berechtigt, das Pfand durch einen ihrer Mitarbeiter oder durch eine zu Versteigerungen befugte Person zu versteigern oder, wenn der verpfändete Gegenstand einen Börsen- oder Marktpreis hat, durch eine der vorgenannten Personen oder einen Handelsmakler zum laufenden Preis zu verkaufen und sich aus dem Erlös für Kosten, Zinsen und Kapital zu befriedigen oder sich den verpfändeten Gegenstand anzueignen, wobei die Ansprüche der Bank in Höhe des Börsen- oder Marktpreises erlöschen; diese Rechte stehen der Bank auch gegenüber anderen Gläubigern und gegenüber der Insolvenzmasse des Schuldners sowie auch im Falle einer vorhergehenden Sicherungsmaßnahme gegen den Schuldner zu; sie gelten auch, wenn die Bank die Verwertung für ein anderes Mitglied des Europäischen Systems der Zentralbanken vornimmt;

  2. 2.

    Giroeinlagen und andere Einlagen annehmen;

  3. 3.

    Wertgegenstände, insbesondere Wertpapiere, in Verwahrung und Verwaltung nehmen; die Ausübung des Stimmrechts aus den von ihr verwahrten oder verwalteten Wertpapieren ist der Bank untersagt;

  4. 4.

    Schecks, Lastschriften, Wechsel, Anweisungen, Wertpapiere und Zinsscheine zum Einzug übernehmen und nach Deckung Zahlung leisten, soweit nicht die Bank für die Gutschrift des Gegenwertes für Schecks, Lastschriften und Anweisungen etwas anderes bestimmt;

  5. 5.

    andere bankmäßige Auftragsgeschäfte nach Deckung ausführen;

  6. 6.

    auf eine andere Währung als Euro lautende Zahlungsmittel einschließlich Wechsel und Schecks, Forderungen und Wertpapiere sowie Gold, Silber und Platin kaufen und verkaufen;

  7. 7.

    alle Bankgeschäfte im Verkehr mit dem Ausland vornehmen.

Diese Artikel im Bereich Kredit und Bankgeschäfte könnten Sie interessieren

Gekündigte Bausparverträge: BGH entscheidet über Wirksamkeit der Kündigungen

Gekündigte Bausparverträge: BGH entscheidet über Wirksamkeit der Kündigungen

Viele Bausparer, deren Verträge in den vergangenen Monaten durch die Bausparkassen gekündigt wurden, dürften gespannt nach Karlsruhe blicken. Dort entscheidet der Bundesgerichtshof am 21. Februar ob… mehr

Jüngere Darlehen können oft noch widerrufen werden

Jüngere Darlehen können oft noch widerrufen werden

Der Widerrufsjoker wurde noch nicht zu den Akten gelegt. Immobiliendarlehen, die nach dem 10. Juni 2010 geschlossen wurden, können nach wie vor widerrufen werden, wenn die Bank oder Sparkasse den… mehr

Achtung Immobilienblase: Aufsichtsrecht der BaFin soll für den Krisenfall gestärkt werden

Achtung Immobilienblase: Aufsichtsrecht der BaFin soll für den Krisenfall gestärkt werden

Aufsichtsrecht der BaFin soll gestärkt werden, um gegen heraufziehende Gefahren für die Finanzmarktstabilität infolge einer erneuten Immobilienblase gewappnet zu sein. mehr