§ 19 AZRG, Datenübermittlung an die Staatsangehörigkeits- und Vertriebenenbehörden

§ 19 AZRG
Gesetz über das Ausländerzentralregister (AZR-Gesetz)
Bundesrecht

Abschnitt 3 – Datenübermittlung durch die Registerbehörde, Dritte, an die Daten übermittelt werden → Unterabschnitt 1 – Datenübermittlung an öffentliche Stellen

Titel: Gesetz über das Ausländerzentralregister (AZR-Gesetz)
Normgeber: Bund
Redaktionelle Abkürzung: AZRG
Gliederungs-Nr.: 26-8
Normtyp: Gesetz

(1) An die zum Vollzug des Staatsangehörigkeitsrechts und an die nach dem Bundesvertriebenengesetz zuständigen Behörden (Staatsangehörigkeits- und Vertriebenenbehörden) werden zur Erfüllung ihrer Aufgaben bei der Feststellung der Eigenschaft als Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes und bei der Feststellung der Aussiedler- oder Spätaussiedlereigenschaft auf Ersuchen neben den Grunddaten auch Hinweise auf die Behörden übermittelt, die der Registerbehörde Daten zu einem oder mehreren der folgenden Anlässe übermittelt haben:

  1. 1.

    Asylantrag,

  2. 2.

    Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes,

  3. 3.

    Zurückweisung, Zurückschiebung oder Abschiebung im Sinne des § 71 Absatz 3 Nummer 1a und 1b des Aufenthaltsgesetzes,

  4. 4.

    Ausschreibung zur Zurückweisung an der Grenze,

  5. 5.

    Ausschreibung zur Festnahme oder Aufenthaltsermittlung,

  6. 6.

    Aus- oder Durchlieferung,

  7. 7.

    Ablehnung eines Antrages auf Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit oder der Eigenschaft als Deutscher,

  8. 8.

    Ablehnung oder Rücknahme der Feststellung der Aussiedler- oder Spätaussiedlereigenschaft.

(2) Die Übermittlung unterbleibt, wenn Daten des Betroffenen nur auf Grund eines Suchvermerks im Register erfaßt sind.

Zu § 19: Geändert durch G vom 30. 7. 2004 (BGBl I S. 1950), 22. 11. 2011 (BGBl I S. 2258) und 20. 12. 2012 (BGBl I S. 2745).

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