IAQ-Studie zum Renteneintritt: Beruf entscheidet mehr als das biologische Alter
Beitrag Nr. 186787 vom 01.09.2010
Der Beruf entscheidet wesentlich darüber, bis zu welchem Alter Beschäftigte arbeiten: Nach wie vor arbeiten Akademiker im Durchschnitt länger als Menschen mit handwerklichen Berufen, so eine Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung und des Forschungsnetzwerks Alterssicherung.
Besonders hoch ist das Risiko des frühzeitigen Ausscheidens auch bei qualifizierten Dienstleistungsberufen wie beispielsweise Polizisten, Feuerwehrleuten oder Lokführern.
Positiv festgestellt wird in der Analyse, dass sich "die Erwerbsphasen deutlich verlängert" haben. Doch nach wie vor sind "das durchschnittliche Rentenzugangsalter und mehr noch das durchschnittliche Erwerbsaustrittsalter weit von der Regelaltersgrenze von 65 Jahren entfernt", formuliert Arbeitsmarktforscher Dr. Martin Brusig.
Als Fazit heißt es in dem Report: Initiativen für eine alternsgerechte Arbeitsgestaltung sind notwendig, um langjährig erworbene Qualifikationen bis zur Regelaltersgrenze in die Arbeit einbringen können.
Der IAQ-Report "Erwerbstätigkeit im Alter hängt vom Beruf ab" steht auf Mausklick zum Download (PDF-Datei, 928 KB) zur Verfügung.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.
