René Lezard plant Restrukturierung der Anleihebedingungen

Fachartikel aus dem Bereich Aktien, Fonds und Anlegerschutz - 06.10.2016 - 304 mal gelesen.
Anleger sollen über langwierige Laufzeitverlängerung bis 2050 abstimmen
René Lezard plant Restrukturierung der Anleihebedingungen

Am 27. September 2016 teilte die René Lezard Mode GmbH über eine ad-hoc-Meldung mit, dass es einer Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten bedarf. Zwischen dem 17. Und 20. Oktober 2016 sollen die Anleger des Unternehmens schriftlich über die Änderungen der Anleihebedingungen abstimmen. Eigentlich wäre die Anleihe bereits im November 2017 fällig, allerdings plant das Unternehmen nun eine umfassende Anleihesanierung, sodass sich die Laufzeit eventuell um 33 Jahre verlängern könnte.

1978 gründete Thomas Schaefer die deutsche Modemarke René Lezard Mode GmbH in Schwarzach am Main. Das Unternehmen produziert und vertreibt hochpreisige Mode im europäischen und amerikanischen Raum, sowie im Mittleren Osten. Im Jahr 2012 hat der Modekonzern eine Anleihe (WKN: A1PGQR) mit einem Zinskupon von 7,25 Prozent und einer fünfjährigen Laufzeit begeben. Zahlreiche Anleger investierten rund 15 Mio. Euro. Nun gab das Unternehmen bekannt, dass seine Anleger über Änderungen der Anleihebedingungen abstimmen sollen. Zu den Restrukturierungsmaßnahmen gehören u.a. ein Verzicht auf 40 Prozent des ausstehenden Nominalbetrags der Anleihe, sowie ein Zinsausfall zwischen November 2015 und November 2016. Weiterhin soll die Laufzeit um 33 Jahre verlängert werden und die Anleihe somit erst 2050 fällig werden, zudem soll die Anleihe bis 2025 zinsfrei bleiben.

Möglichkeiten für betroffene Anleger

Hinsichtlich der allgemein angespannten Entwicklung auf dem deutschen Modemarkt sollten sich Betroffene vorzeitig über ihre Rechte informieren. Anlegern könnte zunächst ein außerordentliches Kündigungsrecht zustehen. Darüber hinaus sollten Betroffene frühzeitig reagieren und anwaltlichen Rat hinzuziehen um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und gegebenenfalls weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Diese könnten im Zuge einer falschen Anlageberatung entstanden sein.

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