MS Dessau: Amtsgericht Delmenhorst eröffnet Insolvenzverfahren

Fachartikel aus dem Bereich Aktien, Fonds und Anlegerschutz - 19.10.2016 - 155 mal gelesen.
Anleger sollten rechtzeitig reagieren und ihre Forderungen form- und fristgerecht anmelden und zudem anwaltlichen Rat einholen.
MS Dessau: Amtsgericht Delmenhorst eröffnet Insolvenzverfahren

Anfang des Jahres eröffnete das Amtsgericht Delmenhorst das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fondsgesellschaft aufgrund von Zahlungsunfähigkeit. Am 7. September 2016 wurde nun das Regelinsolvenzverfahren über das Vermögen der Atlas Trampship Reederei GmbH & Co. MS Dessau KG eröffnet (Az.: 12 IN 18/16). Das Amtsgericht Delmenhorst hat Rechtsanwalt Tim Beyer zum Insolvenzverwalter bestellt. Für Anleger könnte die Eröffnung des Insolvenzverfahrens im schlimmsten Fall den Totalverlust der Einlage bedeuten.

Im Jahr 2007 hat die Hartmann Reederei den Schiffsfonds MS Dessau aufgelegt. Mit einer Mindesteinlage von 30.000 Euro beteiligten sich zahlreiche Anleger am Fonds. Allerdings sorgten das Überangebot an Schiffen und die sinkende Nachfrage seit der Finanzkrise 2008 für rote Zahlen im Bereich Schiffsfonds. Wirtschaftlich waren nahezu sämtliche Schiffsfonds betroffen und immer noch haben sie mit den Spätfolgen zu kämpfen. Auch die MS Dessau reiht sich in die Riege zahlreicher insolventer Schiffsfondsgesellschaften ein.

Möglichkeiten der Anleger
Anlegern könnte ein hoher finanzieller Verlust drohen. Betroffenen wird dringend geraten einen Anwalt hinzuzuziehen, der mögliche Schadensersatzansprüche prüft und gegebenenfalls geltend machen könnte. Grundlage der Schadensersatzansprüche könnte eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Oftmals wurden Schiffsfonds als sehr sicher und gewinnbringend eingestuft, obwohl diese hohe Risiken für Investoren bergen.

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