Kreditinstitute müssen immer noch mit Einsatz von Widerrufsjoker rechnen!

Fachartikel aus dem Bereich Kredit und Bankgeschäfte - 12.09.2016 - 186 mal gelesen.
Vielen Verbrauchern steht trotz Fristablauf weiterhin ein "ewiges" Widerrufsrecht zu. Spielen Sie dies noch heute mit der Hilfe unserer Kanzlei Werdermann I von Rüden aus, um viel Geld zu sparen!
Kreditinstitute müssen immer noch mit Einsatz von Widerrufsjoker rechnen!

Widerrufsjoker noch immer durch Verbraucher einsetzbar

Viele Verbraucher befinden sich weiterhin in einer für diese rechtlich vorteilhaften Position, da diese in einigen Fällen weiterhin von dem sog. Widerrufsjoker Gebrauch machen können. Diese Option wurde für die Verbraucher - zur Freude der Banken - Anfang des Jahres durch eine Gesetzesänderung massiv eingeschränkt. Denn seit dem 21.06.2016 sind alle Verbraucherdarlehen, die zwischen den Jahren 2002 und 2010 zwischen einem Verbraucher und einem Kreditinstitut geschlossen wurden, nicht mehr "ewig" widerrufbar, weswegen der Widerrufsjoker auch nicht mehr einsetzbar ist. Ein "ewiges" Widerrufsrecht entsteht regelmäßig durch den Gebrauch einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung seitens des in den Vertragsschluss involvierten Kreditinstitutes. Denn dann beginnt die gesetzliche Widerrufsfrist von 14 Tagen regelmäßig nicht an zu laufen - Verbraucher könnten somit noch Jahre nach dem Zustandekommen des Vertrages von dem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Von der Gesetzesänderung ausgenommen wurden jedoch Verträge, die zwischen Mitte 2010 und März 2016 geschlossen wurden, weswegen diese Verträge weiterhin "ewig" widerrufbar bleiben. Später aufgenommene Kredite unterfallen nunmehr einer absoluten Widerrufsfrist von einem Jahr und 14 Tagen.

Widerrufsjoker bringt massive Ersparnisse

Doch warum sollte der Verbraucher die Gelegenheit nutzen und den Darlehensvertrag widerrufen? Verbraucher könnten durch den Widerruf und der als Konsequenz daraus sich ergebenden Umschuldung Beträge im bis zu fünfstelligen Bereich sparen. Denn ein Widerruf ermöglicht es den Verbrauchern, äußerst unkompliziert aus ihrem alten Kredit auszusteigen und auf einen aufgrund der momentan historisch niedrigen Zinsen auf deutlich günstigeren Kredit umzusteigen. Die bislang erhaltenen Zinsen, sowie die bis zum Zeitpunkt des Widerrufes gezahlten Raten muss das betroffene Kreditinstitut den widerrufenden Kreditnehmern zurückzahlen. Überides wird die im Falle einer Kündigung fällige Vorfälligkeitsentschädigung im Falle eines Widerrufes nicht fällig. Diese stellt im Falle einer Kündigung eine Art "Schadensersatz" dar, und führt aufgrund der Höhe des fälligen Betrages meistens zur wirtschaftlichen Sinnlosigkeit der Umschuldung.

Fast alle Kreditinstitute verstossen gegen das Deutlichkeitsgebot

Nach dem Deutlichkeitsgebot, welches sich aus § 355 Abs. 2 BGB a.F. ergibt, sind die Kreditinstitute dazu verpflichtet, den Verbraucher eindeutig, präzise und vor allem vollständig über das ihm zustehenden Widerrufsrecht zu informieren. Unter anderem haben die Kreditinstitute den Darlehensnehmer nur einseitig über die Fristen der Erstattung belehrt. In besonders vielen Fällen haben die Banken nicht angegeben, dass auch diese - und nicht nur der Verbraucher - einer Rückzahlungsfrist von 30 Tagen unterworfen sind. Die Erstattungsfrist der Kreditinstitute beginnt dabei regelmäßig beim Zugang der Widerrufsbelehrung an zu laufen. Nach inzwischen durch den obersten Gerichtshof bestätigter ist es ein wesentliches Interesse des Verbrauchers, ohne, das er noch weitergehende eigene Nachforschungen anstellen muss, darüber informiert zu werden, innerhalb welcher Frist der Unternehmer die Erstattung etwaiger Zahlungen an den Verbraucher vorzunehmen hat. Nur durch das Vorliegen dieser Information kann der Verbraucher seine finanzielle Lage im Falle eines Widerrufes eindeutig einschätzen.

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Auch wenn die Fehlerhaftigkeit einer Widerrufsbelehrung in vielen Fällen als offensichtlich zu gelten scheint, wird dem betroffenen Verbraucher dringendst dazu geraten, professionellen und erfahrenen Rechtsbeistand aufzusuchen. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle relevanten Einzelfallumstände berücksichtigt werden und der Widerruf auch zum gewünschten Erfolg führt. Unsere Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet neben einem kompetenten, erfahrenen Team von Anwälten eine kostenlose Erstprüfung von Vertragsunterlagen auf Widerrufbarkeit!

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