Digitale Zukunft der Steuerberatung

Fachartikel aus dem Bereich Steuern und Steuerstrafrecht - 24.11.2016 - 1.638 mal gelesen, 3 mal kommentiert.
Das papierlose Büro ist ein erfüllbarer Traum und damit einher geht der Wunsch nach einer möglichst umfassenden Digitalisierung aller Geschäftsvorgänge. Ziel dabei: Das Leben einfacher machen, nicht komplizierter!
Digitale Zukunft der Steuerberatung

In der Steuerberatungspraxis hat die digitale Zukunft schon lange begonnen. "Und dabei ist es nicht unsere Entscheidung - vielfach hat der Mandant diesen Anspruch und sucht einen Steuerberater gezielt danach aus!" Steuerberater Jörg Treppner aus Neuss kennt diese Ansprüche und hat bereits frühzeitig darauf reagiert.

Insbesondere junge Mandanten, ganz besonders Startups mit Internetbezug, haben sich schon lange von Pendelordnern und überquellenden Schuhkartons voller Belege verabschiedet. Ein- und Ausgangsrechnungen liegen in digitaler Form vor, Belege werden eingescannt und die gesamte Kommunikation läuft über E-Mail. Treppner: "Wir haben zunehmend Mandanten, die wir persönlich kaum noch treffen. Das mag man schade finden, aber der Trend geht in diese Richtung." Im Büro selbst sorgt eine zunehmende Digitalisierung für keinerlei Probleme. Laut Treppner muss ein Dokumentenstrom nur einmal angelegt werden, anschließend organisiert sich das von selbst und wird auch zur Arbeitserleichterung der Büro-Teams. Die Übermittlung der fertigen Datensätze an das Finanzamt oder Renten- und Krankenversicherungsträger läuft ohnehin seit Jahren komplett elektronisch. Da war es nur eine Frage der Zeit, wann die Eingangsseite nachzieht. Unternehmen und Freiberufler haben immer öfter die eigene Digitalisierung im Fokus, dass der Kontakt zum Steuerberater da angepasst werden muss, ist zwangsläufig Teil der Umstellung.

Moderne Unternehmen verfügen beispielsweise über Software, die angehangene Rechnungen erkennt, sie in einen PDF-Ordner sortiert, ausliest und über eine Benutzeroberfläche auf dem Bildschirm organisieren kann. Sogar Schnittstellen zum Warenwirtschaftsprogramm funktionieren einwandfrei.

"P23R" ist auch so ein schönes neues Wort in einer schönen neuen Welt: Der Prozessdatenbeschleuniger soll helfen, all die verschiedenen digitalen Adressen, die ein Unternehmen mit insgesamt bis zu 10.000 Meldepflichten versorgt, zu organisieren und zu verwalten. Treppner: "Da passiert auf der Entwicklerseite gerade richtig viel, weil der Markt diese Produkte nachfragt!"

Bis 2011 war die 100 %-Digitalisierung ein nicht erfüllbarer Traum, doch mit der Zulassung der elektronischen Rechnung im Geschäftsverkehr stand und steht der komplett papierlosen Steuerberatung nichts mehr im Wege. Treppner: "Alles andere ist Technik, der Gesetzgeber hat die Freiheit geschaffen, der Mandant möchte sie ausnutzen - nun müssen wir die Lösungen anbieten!" Das bezieht sich auch auf Unternehmensberatung und Nachfolgeplanung, denn einmal vorhandene Daten können auf elektronischem Wege für die unterschiedlichsten Fragestellungen ausgewertet werden.

Die AJT-Steuerberatung ist auf die digitale Zukunft und die damit verbundenen Mandantenwünsche gut vorbereitet. Wichtig ist für Steuerberater Jörg Treppner: "Wir reagieren nicht nur auf Kundenwünsche, sondern wir versuchen, mit neuen Serviceideen den Mandanten auf dem Weg zum papierlosen Büro zu unterstützen und kreativ zu beraten!" Dass Mandantengespräche mit der Ausarbeitung betriebswirtschaftlicher Ziele und der Festlegung einer Steuerstrategie immer noch im persönlichen Gespräch stattfinden müssen und sollten, ist für Treppner kein Minuspunkt in der 100 % Statistik: "Unserer Erfahrung nach sind papierlose Büros, die auf funktionierende Strukturen zurückgreifen können, viel besser in der Belegsammlung organisiert, es bleibt unter dem Strich mehr Zeit, um über die wirklich wichtigen Dinge zu reden!"


Mehr Informationen: https://www.steuerberatung-ajt-neuss.de/

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Autor: Rechtsanwalt Markus Jansen Datum: 01.12.2016, 15:08

Sehr geehrter Herr Reitenspiess,

gerade für die kleinere Unternehmen – und hier speziell auch für Freiberufler und gewerbliche Dienstleister – bieten wir in unserer Kanzlei in Zusammenarbeit mit der DATEV angepasste Lösungen an.

Um nur einmal ein Beispiel zugeben, ist es möglich dem Steuerberater Belege über eine spezielle App per Smartphone zukommen zu lassen. Sicherlich werden Sie erkennen, dass dieses für größere Unternehmen keine praktikable Vorgehensweise ist, aber gerade für die von Ihnen angesprochenen Unternehmer große Vorteile bietet. Gerne stehen wir für eine Kontaktaufnahme zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Jörg Treppner

Steuerberater

Autor: Gerhard Volle Datum: 30.11.2016, 17:11

Ich habe 40 Jahre an leitender Stelle in der Gehaltsabrechnung gearbeitet. ELSTAM und DEÜV einschl. Berufsgenossenschaft brachten für die Gehaltsabrechnung eher Mehrarbeit - es gilt auch hier das Pareto-Prinzip. Ich fürchte, dass dies auch für die Digitalisierung der oben gennannten Geschäftsvorgänge gilt. Es lässt sich eben nicht alles "maschinell" erledigen - und dies kostet im Bedarfsfall viel Zeit und Nerven.

Autor: Werner Reitenspiess Datum: 30.11.2016, 17:06

Sehr geehrter Herr RA Jansen,
ich finde Ihre Ausführungen sehr gut. War 30 Jahre bei der BMW Group, zuletzt im Produktmanagement, dort hat es mit dem papierlosen Büro aus administrativen Gründen leider nicht geklappt.
Ich bin seit ca. 2 Jahren selbstständig und versuche mich am papierlosen Büro! Haben Sie schon darüber nachgedacht, die digitale Steuerberatung auch für kleinere Selbstständige, Ärzte, Consultants etc. anzubieten?
Eine kurze Info wäre super.
MfG.
Werner Reitenspiess
Dipl.Kfm./Ing.FH