Der Widerrufsjoker lebt weiter - zum Vorteil der Verbraucher

Fachartikel aus dem Bereich Kredit und Bankgeschäfte - 08.10.2016 - 209 mal gelesen.
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Der Widerrufsjoker lebt weiter - zum Vorteil der Verbraucher

Ewiger Widerruf nicht abgeschafft

Trotz des Fristablaufes am 21.06.2016 besteht der "ewige" Widerruf besteht in tausenden Fällen noch bis heute fort. Wohl aufgrund der Einwirkungen des Banklobbyismus, ist Anfang diesen Jahres ein neues für den Verbraucher nachteiliges Gesetz in Kraft getreten, nach welchem alle Verbraucherdarlehensverträge, die zwischen 2002 und 2010 geschlossen worden sind, nicht mehr "ewig" widerrufbar sind. Der Widerruf solcher Verträge war letztmalig am 21.06.2016 möglich. Die Banken und Sparkassen haben somit ihr Streben nach mehr Rechtssicherheit, sowie auch Planungssicherheit durchgesetzt. Nicht von der Gesetzesnovelle erfasst sind jedoch solche Verträge, die zwischen Juni 2010 und März 2016 geschlossen wurden. Diese sind nach wie vor "ewig" widerrufbar. Zwingende Voraussetzung dafür ist regelmäßig, dass das belehrende Kreditinstitut gegenüber dem Verbraucher eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung verwendet hat. In diesem Fall beginnt die Widerrufsfrist von 14 Tagen nie an zu laufen, weswegen Verträge auch noch viele Jahre nach deren Abschluss widerrufbar sind. Alle später zustande gekommenen Verträge sind aufgrund einer neuerdings eingeführten absoluten Widerrufsfrist nur noch ein Jahr und 14 Tage widerrufbar.

Überteuerte Altkredite loswerden und Geld sparen

Denn wenn die Kreditnehmer die heute historisch niedrigen Zinsen zu ihrem Vorteil nutzen wollen, müssen diese ihren Vertrag in der Regel vorzeitig kündigen. Für solche Fälle wird jedoch regelmäßig in Darlehensverträgen die Zahlung einer sog. Vorfälligkeitsentschädigung durch den Darlehensnehmer an den Darlehensgeber fällig. Zur Absicherung der Banken und Sparkassen sind die vereinbarten Beträge so hoch das sich der Wechsel zu einem neuen Kredit für den Kunden normalerweise nicht lohnt. Im Gegensatz zum Kündigungsfall wird diese Zahlung aber nicht fällig wenn der Vertrag widerrufen und als Konsequenz dessen rückabgewickelt wird. Denn die aufgrund des zuvor geschlossenen Vertrages entstehenden Verpflichtungen - somit auch die Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung - fallen durch die Ausübung des Widerrufes gänzlich weg. Auf diese Art und Weise können betroffene Verbraucher ganz einfach und effizient umschulden, und können dabei durch enorme Ersparnisse profitieren.

Kreditinstitute verschulden Situation selbst

Voraussetzung für den Einsatz des Widerrufsjokers ist das der Verbraucher fehlerhaft über das eigene Widerrufsrecht belehrt worden ist. Eine Widerrufsbelehrung ist immer dann also fehlerhaft einzustufen, wenn sie gegen das sogenannte gesetzliche Deutlichkeitsgebot verstößt. Das gesetzlich vorgegebene Deutlichkeitsgebot besagt, dass jeder Verbraucher von seinem Kreditinstitut unmissverständlich, präzise und abschließend über seine Widerrufsrechte informiert werden muss. Dies bezieht sich unter anderem auf Fristen, Voraussetzungen und Folgen des Widerrufsrechts. Viele Kreditinstitute nutzten jedoch Belehrungen mit unpräzisen Formulierungen. Häufig wurde durch Worte wie „frühestens“ nicht deutlich gemacht, wann genau die Widerrufsfrist für den Verbraucher eigentlich zu laufen beginnt. Außerdem nutzen viele Kreditinstitute vielfach überflüssige Zusätze, sowie missverständliche Fußnoten, die den Verbraucher unnötig und auf unzulässige Weise verwirren. Hält das belehrende Kreditinstitut sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben, so verliert die verwendete Widerrufsbelehrung regelmäßig ihre Schutzwirkung. Die Banken und Sparkassen müssen sich durch ihr Fehlverhalten demnach auf viele weitere Widerrufe seitens der Verbraucher einstellen.

Betroffene Kreditinstitute sind unter anderem:

  • Deutsche Bank
  • Sparkassen im gesamten Bundesgebiet
  • Berliner Bank
  • Landesbank Baden-Württemberg
  • BHW Bausparkasse
  • Commerzbank
  • DSL Bank

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